Blechblasinstrumente
- Wie bekomme ich überhaupt einen Ton heraus?
Man
setzt das Mundstück – je zur Hälfte – auf
Ober- und Unterlippe, legt die Zunge an die oberen Vorderzähne
und den Gaumen, dadurch wird die Luftzufuhr unterbunden. Daraufhin
spricht man ein „Ti“ in das Instrument. Die angestaute
Luft läßt man in das Mundstück strömen und
erzeugt damit den Ton. Die Höhe und Tiefe eines Tones wird
durch die jeweilige Spannkraft der Lippen bestimmt.
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- Wieso ist der "Ansatz" so wichtig?
Man sollte am Anfang
ein bißchen Geduld aufbringen, bis
die Lippenmuskulatur stark genug ist, die hohen Töne zu
erzeugen. Nur mit regelmäßigem Training kann sich
die Muskulatur vernünftig entwickeln. Auch bei einem schon
perfekten Ansatz ist es notwendig, regelmäßig zu üben,
sonst bauen die Muskeln sehr schnell wieder ab.
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- Wieso ist das Atmen so wichtig?
Aus dem Zwerchfell
wird die Luft über den Mund ins Mundstück
gepreßt. Ziel ist es, einen konstanten, kräftigen
Luftstrom zu erzeugen. Der ist Voraussetzung für einen sauberen,
vollen Ton und Ausdauer beim Spielen. Mit der Zeit wird so auch
die Brust- u. Bauchmuskulatur trainiert.
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- Welches Mundstück ist für den Anfang gut?
Am Anfang empfiehlt
sich ein Mundstück mit einem breiten
Rand, so dass die Lippen geschont werden, und sich die Lippenmuskulatur
langsam aufbauen kann, z.B. AS 7C
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- Druckloses Spielen: was ist das?
Die Lippen müssen schwingen, ansonsten kommt kein Ton zustande.
Je schneller die Schwingungen, desto höher der Ton. Schnellere
Schwingungen erzeugt man mit mehr Spannung auf den Lippen, dadurch
wird eine kleinere Mundöffnung geschaffen. Das gleiche erzielt
man, wenn man das Mundstück an die Lippen preßt. Die Öffnung
wird kleiner, und der Ton höher. Da aber die Lippen nicht
einwandfrei schwingen können, wird der Ton flach und unschön.
Deshalb sollte man am Anfang unbedingt darauf achten, den Tonumfang
langsam zu erhöhen, um die Lippenmuskulatur langsam aufzubauen.
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- Was ist besser: Pumpventile oder Drehventile?
Pumpventile sind
heutzutage an fast allen Trompeten zu finden, da man durch
die sichere Haltung der rechten Hand das Instrument
auch beim Dämpfen ruhig halten kann. Deshalb sind vor
allem im Blues- und Jazzbereich Pumpventile zu empfehlen. Drehventile
werden meist von klassischen Musikern bevorzugt, da es leichter
fällt, schnelle Läufe zu spielen, bedingt durch die
kurzen Druckwege.
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- Wie pflege ich meine Trompete richtig?
Die Ventile sollten
regelmäßig geölt werden,
und die Züge gefettet werden. Das Instrument sollte mindestens
2x mal im Jahr gespült werden, am besten mit lauwarmen Wasser,
damit sich Speichelreste und Grünspan lösen. Versilberte
Instrumente kann man durch geeignete Polituren schnell wieder
zum Glänzen bringen.
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- Sollte ich lieber ein lackiertes
oder ein vesilbertes Instrument kaufen?
Diese Entscheidung
muß jeder selbst treffen. Versilberte
Instrumente haben einen etwas helleren, strahlenden Klang und
bieten die robustere Oberfläche. Allerdings ist der Pflegeaufwand
relativ hoch, da Silber bekanntermaßen in Verbindung mit
Sauerstoff anläuft.
Lackierte Instrumente sind im Vergleich dazu pflegeleichter.
Ihr Klang ist etwas dunkler und voller.
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- Was ist der Unterschied zwischen
einer Trompete und einem Flügelhorn?
Das Flügelhorn hat eine weitere Mensur (d.h. das Rohr
hat einen größeren Durchmesser) und ist auch
nicht so eng gewunden wie eine Trompete. Dadurch wird der
Ton weicher und voller und das Instrument spricht leichter
an.
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- Wie kann man mit nur 3 oder 4 Ventilen so viele verschiedene Töne spielen?
Die Tonerzeugung erfolgt
nicht nur durch Drücken der Ventile
in verschiedenen Kombinationen, sondern vor allem durch die Spannung
der Lippen. So kann man verschiedene Naturtöne erzeugen. Das
Drücken der Ventile bewirkt, daß der Luftweg verlängert
wird und somit der Ton tiefer wird. Eine Posaune funktioniert ähnlich,
nur dass der Luftstrom mit dem Zug verlängert wird.
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Holzblasinstrumente
- Wieso zählt das Saxophon zu den Holzblasinstrumenten, obwohl es größtenteils aus Metall besteht?
Entscheidend ist,
daß der Ton wie bei einer Klarinette
mit Hilfe eines Holzblattes erzeugt wird, das durch den Luftstrom
im Mundstück in Schwingung versetzt wird.
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- Wie häufig muß ich das Blatt wechseln?
Da kann man keine pauschale Aussage machen. Prinzipiell gilt aber:
Holz ist ein Naturwerkstoff, das bedeutet, daß jedes Blatt
anders ist! Durch moderne Herstellungsverfahren werden die Qualitätsschwankungen
zwar minimiert, doch wird man immer wieder Blätter haben,
die nicht „losgehen“ oder nicht gut klingen.
Und: irgendwann ist auch das beste Blatt am Ende! Es verliert die
Spannung, wellt sich oder spaltet sich sogar... spätestens
dann braucht man ein neues.
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- Welche Blattstärke brauche ich?
Als Anfänger beginnt man mit relativ leichten (also dünnen)
Blättern, Stärke 1 oder 1,5. Mit der Zeit verbessert
sich der Ansatz, dann braucht man auch stärkere Blätter.
Irgendwann hat man dann „seine“ Stärke gefunden.
Bei Wechsel von Hersteller oder Mundstück muß man
aber meistens auch andere Blätter ausprobieren!
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- Welches Mundstück brauche ich? Aus
Kautschuk oder Metall?
Es gibt eine schier
unüberschaubare Zahl verschiedener
Mundstücke mit unterschiedlichen Klangeigenschaften. Prinzipiell
gilt:
Kautschuk-Mundstücke klingen eher dunkler, voller; Mundstücke
aus Metall klingen dagegen heller und strahlender, oft auch lauter!
Viele Alt-Saxophonisten bevorzugen deshalb Kautschuk, Tenor-Saxophonisten
spielen gerne Metall.
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- Kann man als Anfänger gleich Saxophon
lernen, oder sollte man zuerst Klarinette spielen können?
Nein, man braucht
keine speziellen Vorkenntnisse, um Saxophon spielen zu können! Vermutlich ist es sogar leichter zu erlernen
als z.B. Klarinette. Immer hilfreich ist, wenn man als Kind Blockflöte
gelernt hat und zum Teil schon Noten lesen kann.
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- Was ist eine "deutsche" Klarinette?
„Deutsche“ Klarinette meint eine Klarinette
mit deutscher Griffweise, hierzulande am häufigsten
gespielt. Weiterhin gibt es „Boehm-Klarinetten“ mit „boehmscher“ oder „französischer“ Griffweise.
Diese sind international Standard und unterscheiden sich
auch im Klang.
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- Brauche ich eine Querflöte mit Silberkopf?
Das Material des Kopfstückes einer Querflöte hat mit
den größten Einfluß auf Klangentwicklung und Ansprache
des Instruments. Silber hat in beiden Kategorien die besseren Eigenschaften
als das billigere Neusilber, das üblicherweise benutzt wird.
Es gibt auch Flöten, bei denen nur die Mundlochplatte und
der Tonlochkamin aus Silber ist.
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- Was bedeutet "E-Mechanik"?
Als E-Mechanik bezeichnet
man eine bestimmte Klappenverbindung, die die Ansprache des
e3 erleichtert. In Deutschland wird fast
ausschließlich mit E-Mechanik gespielt. Flöten ohne
diese E-Mechanik sind aber meist billiger.
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- Was sind "Ringklappen"?
Bei manchen Flöten haben die fünf Hauptklappen Löcher
in der Mitte, die mit den Fingerkuppen geschlossen werden müssen,
sie sind also ringförmig. Um Anfängern das Spielen zu
erleichtern, kann man diese Löcher mit Silikon-Stöpseln
verschließen.
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- Soll ich als Anfänger eine Flöte mit Ringklappen oder mit geschlossenen Klappen kaufen?
Es gibt da unterschiedliche Meinungen:
Flöten mit geschlossenen Klappen lassen sich prinzipiell
leichter spielen, vor allem Schüler mit kleinen Händen
tun sich leichter, da die Finger nicht immer exakt in der Mitte
der Klappe liegen müssen.
Andererseits gewöhnt man sich mit Ringklappen langfristig
eine korrekte Fingerhaltung an. Denn die Töne klingen nur,
wenn die Löcher ganz geschlossen sind!
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