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1. Was ist der Unterschied zwischen Audio und Midi ?
2. Wie wichtig ist das Mikrofon im Studio?
3. Ist ein Kondensator-Mikrofon wirklich besser für Aufnahmen als ein dynamisches Mikrofon?
4. Warum 96kHz/24Bit?
5. Warum brauche ich eine neue Soundkarte bzw. Audio-Interface wenn ich schon eine Soundkarte im Rechner habe?
6. Was sind Latenz-Zeiten einer Audiokarte?
7. Welche Vor-Nachteile hat ein digitales Mischpult für mich?
8. Warum soll ich mir Studiolautsprecher für meine Musikproduktionen zulegen wenn ich schon Hifi-Lautsprecher habe?
9. Warum soll ich mir einen Röhren Mikrofon-Preamp oder Röhrenequipment allgemein zulegen? Was passiert da?
10. Brauch ich für Surroundproduktionen spezielle Soft- und Hardware?
11. Was ist der Unterschied zwischen USB 1 und Firewire?
12. Was sind virtuelle Instrumente?
13. Was sind Plug-Ins?
14. Welche Vorteile bringen mir DSP-Karten für den Rechner?
15. Was ist Rewire?
16. Was muß ich beim Kauf eines Computers für Musikproduktionen beachten?
17. Was ist der Unterschied zwischen ASIO- und MME-Treibern?

 

 


  1. Was ist der Unterschied zwischen Audio und Midi?
  2. Bei Audioaufnahmen handelt es sich um Aufnahmen akustischer Klangereignisse auf ein Medium wie Kassette, DAT, Computer, etc. Auf dem Computer aufgenommene Audiodaten sind in der Grundform vergleichbar mit Aufnahmen auf Analogband (z.B. Kassette), nur eben in digitalisierter Form.
    Bei Midi handelt es sich im Normalfall, um auf den Computer aufgenommene Notenwerte (Daten) und nicht um Klänge oder Töne. Midi-Daten, die über eine Synthesizer-Tastatur in den Computer eingespielt wurden müssen einem Klangerzeuger z.B. in Form eines Keyboards zugewiesen werden. Der Midi-Datentransfer erfolgt dann über typische 5-polige Midikabel. Mididaten können auch an computerinterne Synthesizer geschickt werden.

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  3. Wie wichtig ist das Mikrofon im Studio?
  4. Das Mikrofon ist ein sehr wichtiges, wenn nicht gar das wichtiges Werkzeug in der Signalkette im Studio. Es dient dazu den Schall in eine elektrische Größe zu wandeln. Mikrofone in der entsprechenden Preisklasse bieten hier eine unglaubliche Auflösung des akustischen Ereignisses. Je schlechter die Schallwandlung am Mikrofon, desto mehr muß der Sound später „verbogen“ und verbessert werden. Die Authenzität, Detailtreue und das Klangvolumen bleibt dabei meist auf der Strecke.

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  5. Ist ein Kondensator-Mikrofon wirklich besser für Aufnahmen als ein dynamisches Mikrofon?
  6. Für Musikaufnahmen, wo es um Detailtreue und saubere Auflösung in allen Frequenzbereichen geht, werden immer Kondensatormikrofone eingesetzt. Kondensatormikrofone haben bedingt durch ihr technisches Prinzip weitaus präzisere Möglichkeiten das akustische Klangbild zu erfassen. Diese Mikrofonart zeichnet sich u.a. auch durch eine wesentlich höhere Empfindlichkeit gegenüber weiter weg platzierten Schallereignissen und eine wesentlich bessere Tiefenstaffelung des Klangbildes aus. Es gibt natürlich auch Situationen in denen man dynamische Mikrofone wegen Ihrer Klangeigenschaften bevorzugt.

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  7. Warum 96kHz/24Bit?
  8. Im Gegensatz zur CD-Qualität (44,1 kHz und 16 Bit) arbeiten die heutigen Wandler meist mit einer Abtastrate von 96 kHz und 24 Bit. Das bedeutet, daß das elektrische Signal, das z.B. von einem Mikrofon in den Computer eingespielt wird 96000 mal in der Sekunde erfaßt wird. Jede einzelne „Fotografie“ in dieser Sekunde kann der Computer innerhalb eines festgelegten Rasters, eben der Bittiefe auf die Festplatte schreiben. Bei 24 Bit steht dem Computer somit ein weitaus feineres Raster zur Verfügung als bei 16 Bit.
    Diese Daten werden dann als Bits und Bytes auf der Festplatte abgelegt. Somit liegt der Schluß nahe, das bei einer höheren Samplerate und Bittiefe das originale akustische Ereignis viel genauer und differenzierter aufgenommen werden kann.

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  9. Warum brauche ich eine neue Soundkarte bzw. Audio-Interface wenn ich schon eine Soundkarte im Rechner habe?
  10. Die Onboard-Soundkarten sind meist von minderer Qualität was die Wandler und die Treiber angeht. Die Wandler sind ein wichtiger Bestandteil der Signalkette beim Aufnahmeprozess. Was bringt eine gute Mikrofonierung und ein exzellenter Mic-Preamp wenn der Wandler auf der Karte Rauschen und Hochfrequenzeinstreuungen verursacht? Durch die schlechten Treiber der Onboard-Soundkarten ist es nahezu unmöglich komfortabel zu arbeiten. Wenn man sich beim Einspielen über den Computer selbst hören möchte, was im Allgemeinen als Monitoring bezeichnet wird, ist das ebenfalls unmöglich. Auch das Spielen von virtuellen Instrumenten ist zum Scheitern verurteilt, da nach dem Tastenanschlag auf der Tastatur des Keyboards eine viel zu lange Zeit verstreicht bis die Soundkarte den entsprechenden Sound ausgibt.

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  11. Was sind Latenz-Zeiten einer Audiokarte?
  12. Die Latenz-Zeit einer Audiokarte/Soundkarte ist die Zeit, die ein Audio-Eingangssignal braucht, bis es über die entsprechende Software am Ausgang des Computers wieder zur Verfügung steht, also hörbar wird. Sozusagen die „Durchlaufzeit“. Die Latenzzeit kann man auch „spüren“ wenn man über eine angeschlossene Midi-Tastatur einen computerinternen Synthesizer spielt. Die Zeit von Tastenanschlag bis zum Erklingen des Sounds ist die Latenz-Zeit.

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  13. Welche Vor-Nachteile hat ein digitales Mischpult für mich?
  14. Ein digitales Mischpult wird im allgemeinen mit vielen Zusatzgeräten wie Kompressoren, Expander, Gates, Effektgeräte usw. ausgeliefert. Es stehen somit innerhalb des Digital-Mixers sehr viele Geräte und Features zur Verfügung. Das Rauschen, was bei preisgünstigen Analog-Mixern immer wieder auftrat gehört nunmehr der Vergangenheit an.
    Nachteil ist sicherlich, daß das „analoge“ Mischgefühl verlorengeht. Man muß des Öfteren mit Menüs arbeiten und die klassischen Drehknöpfe sind auch in der ursprünglichen Form nicht mehr vorhanden. Wenn man mit analogen Pulten umgehen kann, ist nach einer gewissen Einarbeitungszeit das Bedienen eines Digital-Pultes kein Problem.

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  15. Warum soll ich mir Studiolautsprecher für meine Musikproduktionen zulegen wenn ich schon Hifi-Lautsprecher habe?
  16. Studio-Lautsprecher werden im Gegensatz zu Hifi-Lautsprecher unter anderen akustischen Gesichtspunkten konstruiert. Bei Studio-Lautsprechern wird darauf geachtet, daß der Frequenzgang möglichst verzerrungsfrei und linear dargestellt wird. Das bedeutet, daß das Musiksignal keine relevanten Verfärbungen und Verzerrungen erfahren darf. Die sog. Impulstreue sei hier auch noch zu erwähnen. Ein hochwertiger Speaker muß kürzesten Impulsen innerhalb des Audiomaterials folgen können. Mit solchen Fähigkeiten ausgestattet ist gewährleistet, daß das Audiomaterial das man aus dem Speaker hört weitestgehend dem entspricht was man einspielt. Hifi-Lautsprecher werden akustisch oftmals geschönt. Bedeutet, daß z.B,. Bässe oder/und Höhen klanglich modifiziert werden um den subjektiven Höreindruck zu verbessern. Hifi-Lautsprecher sind zum Musik hören, Studio-Lautsprecher zum Musik machen !!!

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  17. Warum soll ich mir einen Röhren Mikrofon-Preamp oder Röhrenequipment allgemein zulegen? Was passiert da?
  18. Röhrengeräte fügen dem Audiomaterial sogenannte harmonische Verzerrungen zu. Das Bedeutet, daß der Klang im Höhenbereich seidiger und für das menschl. Ohr als angenehmer empfunden wird. Im unteren Frequenzbereich sind auch sattere Bässe als „Nebeneffekt“ zu erwarten. Im allg. sollte sich jeder selbst ein Bild vom Klang machen und von Fall zu Fall entscheiden.

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  19. Brauch ich für Surroundproduktionen spezielle Soft- und Hardware?
  20. Im Soft- wie auch im Hardware-Bereich sind spezielle Versionen oder Ausführungen erforderlich. Die Software muß das entsprechende Surroundformat unterstützen. Bei der Hardware ist zu beachten, daß mindestens die Anzahl an physikalischen Ausgängen (z.B. Klinkenausgänge) zur Verfügung stehen, die das Surroundformat benötigt. Dies ist nötig um die entsprechende Anzahl an Abhörlautsprechern anschließen zu können .

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  21. Was ist der Unterschied zwischen USB 1 und Firewire?
  22. Beides sind Daten-Übertragungsformate von und zu Geräten die man über eine der beiden Schnittstellen an den Computer anschließen kann.
    USB wird meistens bei Audio-Interfaces zur Übertragung von bis zu 8 Audiokanälen bei 44,1 kHz und 16 Bit verwendet. Wenn man mehr Audiokanäle gleichzeitig übertragen will oder mit einer höheren Auflösung (z.B. 96kHz/24Bit) arbeitet, sollte man sich ein Interface mit Firewire-Anschluß zulegen. Die Daten-Übertragungsrate bei Firewire ist um ein Vielfaches höher als bei USB. Im professionellen Bereich findet man somit eine große Anzahl an Firewire-Interfaces.

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  23. Was sind virtuelle Instrumente?
  24. Virtuelle Instrumente sind vergleichbar mit „echten“ Keyboards, Klangerzeuger, Expandern, Samplern u.ä.. Man stelle sich einen Klangerzeuger(z.B. Sampler) vor, der mit einem Midi-Kabel an den Computer angeschlossen ist. Wenn man den Klangerzeuger inkl. Kabel nun in das Computergehäuse „drückt“ hat man sozusagen ein virtuelles Instrument zur Verfügung. Von den Verbindungen und vom Handling ändert sich also nichts. Die Klänge eines virtuellen Synthesizer werden vom Prozessor des Computers berechnet. Bei einem virtuellen Sampler wie z.B. Halion (Steinberg) oder EXS24mkII (Emagic) werden die Samples im RAM des Computers verwaltet. In der Software stellt man in der entsprechenden Midispur ein, in welches Software-Instrument die Midi-Daten geschickt werden.

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  25. Was sind Plug-Ins?
  26. Plug-Ins sind Effektgeräte die in ähnlicher Weise wie virtuelle Instrumente zu betrachten sind. Die Effekte werden also nicht von einem Gerät außerhalb des Computers berechnet, sondern vom Prozessor innerhalb des Computers. Der Prozessor übernimmt somit die Berechnung des Halls, Delays, Flangers, etc. Moderne Software wie Logic von Emagic, Nuendo von Steinberg, o.a. bieten komfortable Möglichkeiten diese Effekte in der Software-Umgebung einzubinden.

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  27. Welche Vorteile bringen mir DSP-Karten für den Rechner?
  28. DSP-Karten verfügen über eine immense Rechenpower, die es ermöglichen Effekte und Instrumente in einer Software wie z.B. Cubase oder Logic einzubinden. Im Gegensatz zu „nativen“ Plugins und Instrumenten wird hier keine Leistung vom Computerprozessor abverlangt. Diese Karten haben DSP-Chips auf einer PCI-Karte die ausschließlich für die Berechnung der Effekte und Sounds genutzt werden. Die Firma TC-Electronic bietet neben der PCI-Variante „TC Powercore“ auch eine Firewire-Lösung an.

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  29. Was ist Rewire?
  30. Rewire definiert einen Standard mit dem es innerhalb eines Computers möglich wird zwischen zwei verschiedenen Software-Applikationen Audio-und Mididaten auszutauschen. Als geeignetes und gut funktionierendes Beispiel sei hier die Kombination von Cubase und Reason erwähnt. In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Wird Cubase in den Play-Modus versetzt läuft Reason samplegenau im Hintergrund mit. Alle Sounds und Audiostreams die in Reason erzeugt werden, stehen dann automatisch im Mischer von Cubase zur Verfügung. Eine sehr komfortable und professionelle Lösung für alle die mit mehreren Software-Applikationen gleichzeitig arbeiten wollen oder müssen.

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  31. Was muß ich beim Kauf eines Computers für Musikproduktionen beachten?
  32. Man sollte darauf achten, daß gute Komponenten im Rechner verbaut sind. Genügend RAM in guter Qualität ist genau so wichtig wie einer schneller Prozessor. Auch die Festplatten sollten schnell genug sein (Umdreh./Minute) um die Daten, die vom Prozessor angefordert werden auch rechtzeitig bereitstellen zu können. Bei Discount-Computern taucht oftmals das Problem auf, daß für Audioanwendungen unzureichende Komponenten verbaut sind.

    Im allgemeinen gilt: Je schneller, desto besser.

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  33. Was ist der Unterschied zwischen ASIO- und MME-Treibern?
  34. Bei Kauf eines Audio-Interfaces sollte man unbedingt darauf achten, daß die Karte mit ASIO-Treibern ausgestattet ist. ASIO ist eine Kommunikationsschnittstelle zwischen Software(z.B. Cubase) und Audiohardware (z.B. M-audio Delta Audiophile). D.h. daß beide Komponenten direkt miteinander kommunizieren können und nicht wie beim MME-Treiber über das Windows-Betriebssystem. Das ist auch der Grund warum MME-Treiber im allgemeinen sehr schlechte Latenzzeiten verursachen. ASIO 2.0 ist die aktuelle Version des ASIO Standards.

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