- Was ist der Unterschied zwischen Audio und Midi?
Bei Audioaufnahmen handelt es sich um Aufnahmen akustischer
Klangereignisse auf ein Medium wie Kassette, DAT, Computer, etc.
Auf dem Computer aufgenommene Audiodaten sind in der Grundform
vergleichbar mit Aufnahmen auf Analogband (z.B. Kassette), nur
eben in digitalisierter Form.
Bei Midi handelt es sich im Normalfall, um auf den Computer aufgenommene
Notenwerte (Daten) und nicht um Klänge oder Töne. Midi-Daten,
die über eine Synthesizer-Tastatur in den Computer eingespielt
wurden müssen einem Klangerzeuger z.B. in Form eines Keyboards
zugewiesen werden. Der Midi-Datentransfer erfolgt dann über
typische 5-polige Midikabel. Mididaten können auch an computerinterne
Synthesizer geschickt werden.
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- Wie wichtig ist das Mikrofon im Studio?
Das Mikrofon ist ein
sehr wichtiges, wenn nicht gar das wichtiges Werkzeug in der
Signalkette im Studio. Es dient dazu den Schall
in eine elektrische Größe zu wandeln. Mikrofone in
der entsprechenden Preisklasse bieten hier eine unglaubliche
Auflösung des akustischen Ereignisses. Je schlechter die
Schallwandlung am Mikrofon, desto mehr muß der Sound später „verbogen“ und
verbessert werden. Die Authenzität, Detailtreue und das
Klangvolumen bleibt dabei meist auf der Strecke.
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- Ist ein Kondensator-Mikrofon wirklich
besser für Aufnahmen als ein dynamisches Mikrofon?
Für Musikaufnahmen, wo es um Detailtreue und saubere Auflösung
in allen Frequenzbereichen geht, werden immer Kondensatormikrofone
eingesetzt. Kondensatormikrofone haben bedingt durch ihr technisches
Prinzip weitaus präzisere Möglichkeiten das akustische
Klangbild zu erfassen. Diese Mikrofonart zeichnet sich u.a. auch
durch eine wesentlich höhere Empfindlichkeit gegenüber
weiter weg platzierten Schallereignissen und eine wesentlich
bessere Tiefenstaffelung des Klangbildes aus. Es gibt natürlich
auch Situationen in denen man dynamische Mikrofone wegen Ihrer
Klangeigenschaften bevorzugt.
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- Warum 96kHz/24Bit?
Im Gegensatz zur CD-Qualität (44,1 kHz und 16 Bit) arbeiten
die heutigen Wandler meist mit einer Abtastrate von 96 kHz und
24 Bit. Das bedeutet, daß das elektrische Signal, das z.B.
von einem Mikrofon in den Computer eingespielt wird 96000 mal
in der Sekunde erfaßt wird. Jede einzelne „Fotografie“ in
dieser Sekunde kann der Computer innerhalb eines festgelegten
Rasters, eben der Bittiefe auf die Festplatte schreiben. Bei
24 Bit steht dem Computer somit ein weitaus feineres Raster zur
Verfügung als bei 16 Bit.
Diese Daten werden dann als Bits und Bytes auf der Festplatte
abgelegt. Somit liegt der Schluß nahe, das bei einer höheren
Samplerate und Bittiefe das originale akustische Ereignis viel
genauer und differenzierter aufgenommen werden kann.
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- Warum brauche ich eine neue Soundkarte
bzw. Audio-Interface wenn ich schon eine Soundkarte im Rechner
habe?
Die Onboard-Soundkarten
sind meist von minderer Qualität
was die Wandler und die Treiber angeht. Die Wandler sind ein wichtiger
Bestandteil der Signalkette beim Aufnahmeprozess. Was bringt eine
gute Mikrofonierung und ein exzellenter Mic-Preamp wenn der Wandler
auf der Karte Rauschen und Hochfrequenzeinstreuungen verursacht?
Durch die schlechten Treiber der Onboard-Soundkarten ist es nahezu
unmöglich komfortabel zu arbeiten. Wenn man sich beim Einspielen über
den Computer selbst hören möchte, was im Allgemeinen
als Monitoring bezeichnet wird, ist das ebenfalls unmöglich.
Auch das Spielen von virtuellen Instrumenten ist zum Scheitern
verurteilt, da nach dem Tastenanschlag auf der Tastatur des Keyboards
eine viel zu lange Zeit verstreicht bis die Soundkarte den entsprechenden
Sound ausgibt.
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- Was sind Latenz-Zeiten einer Audiokarte?
Die Latenz-Zeit
einer Audiokarte/Soundkarte ist die Zeit, die ein Audio-Eingangssignal
braucht, bis es über die
entsprechende Software am Ausgang des Computers wieder zur
Verfügung steht, also hörbar wird. Sozusagen die „Durchlaufzeit“.
Die Latenzzeit kann man auch „spüren“ wenn
man über eine angeschlossene Midi-Tastatur einen computerinternen
Synthesizer spielt. Die Zeit von Tastenanschlag bis zum Erklingen
des Sounds ist die Latenz-Zeit.
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- Welche Vor-Nachteile hat ein digitales
Mischpult für mich?
Ein digitales Mischpult
wird im allgemeinen mit vielen Zusatzgeräten
wie Kompressoren, Expander, Gates, Effektgeräte usw. ausgeliefert.
Es stehen somit innerhalb des Digital-Mixers sehr viele Geräte
und Features zur Verfügung. Das Rauschen, was bei preisgünstigen
Analog-Mixern immer wieder auftrat gehört nunmehr der Vergangenheit
an.
Nachteil ist sicherlich, daß das „analoge“ Mischgefühl
verlorengeht. Man muß des Öfteren mit Menüs arbeiten
und die klassischen Drehknöpfe sind auch in der ursprünglichen
Form nicht mehr vorhanden. Wenn man mit analogen Pulten umgehen
kann, ist nach einer gewissen Einarbeitungszeit das Bedienen
eines Digital-Pultes kein Problem.
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- Warum soll ich mir Studiolautsprecher
für meine Musikproduktionen zulegen wenn ich schon Hifi-Lautsprecher
habe?
Studio-Lautsprecher
werden im Gegensatz zu Hifi-Lautsprecher unter anderen akustischen
Gesichtspunkten konstruiert. Bei Studio-Lautsprechern
wird darauf geachtet, daß der Frequenzgang möglichst
verzerrungsfrei und linear dargestellt wird. Das bedeutet, daß das
Musiksignal keine relevanten Verfärbungen und Verzerrungen
erfahren darf. Die sog. Impulstreue sei hier auch noch zu erwähnen.
Ein hochwertiger Speaker muß kürzesten Impulsen innerhalb
des Audiomaterials folgen können. Mit solchen Fähigkeiten
ausgestattet ist gewährleistet, daß das Audiomaterial
das man aus dem Speaker hört weitestgehend dem entspricht
was man einspielt. Hifi-Lautsprecher werden akustisch oftmals
geschönt. Bedeutet, daß z.B,. Bässe oder/und
Höhen klanglich modifiziert werden um den subjektiven Höreindruck
zu verbessern. Hifi-Lautsprecher sind zum Musik hören, Studio-Lautsprecher
zum Musik machen !!!
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- Warum soll ich mir einen Röhren Mikrofon-Preamp
oder Röhrenequipment allgemein zulegen? Was passiert da?
Röhrengeräte fügen dem Audiomaterial sogenannte
harmonische Verzerrungen zu. Das Bedeutet, daß der
Klang im Höhenbereich seidiger und für das menschl.
Ohr als angenehmer empfunden wird. Im unteren Frequenzbereich
sind auch sattere Bässe als „Nebeneffekt“ zu
erwarten. Im allg. sollte sich jeder selbst ein Bild vom
Klang machen und von Fall zu Fall entscheiden.
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- Brauch ich für Surroundproduktionen spezielle
Soft- und Hardware?
Im Soft- wie auch im
Hardware-Bereich sind spezielle Versionen oder Ausführungen erforderlich. Die Software muß das
entsprechende Surroundformat unterstützen. Bei der Hardware
ist zu beachten, daß mindestens die Anzahl an physikalischen
Ausgängen (z.B. Klinkenausgänge) zur Verfügung stehen,
die das Surroundformat benötigt. Dies ist nötig um die
entsprechende Anzahl an Abhörlautsprechern anschließen
zu können .
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- Was ist der Unterschied zwischen USB 1
und Firewire?
Beides sind Daten-Übertragungsformate von und zu Geräten
die man über eine der beiden Schnittstellen an den Computer
anschließen kann.
USB wird meistens bei Audio-Interfaces zur Übertragung von
bis zu 8 Audiokanälen bei 44,1 kHz und 16 Bit verwendet.
Wenn man mehr Audiokanäle gleichzeitig übertragen will
oder mit einer höheren Auflösung (z.B. 96kHz/24Bit)
arbeitet, sollte man sich ein Interface mit Firewire-Anschluß zulegen.
Die Daten-Übertragungsrate bei Firewire ist um ein Vielfaches
höher als bei USB. Im professionellen Bereich findet man
somit eine große Anzahl an Firewire-Interfaces.
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- Was sind virtuelle Instrumente?
Virtuelle Instrumente
sind vergleichbar mit „echten“ Keyboards,
Klangerzeuger, Expandern, Samplern u.ä.. Man stelle sich einen
Klangerzeuger(z.B. Sampler) vor, der mit einem Midi-Kabel an den
Computer angeschlossen ist. Wenn man den Klangerzeuger inkl. Kabel
nun in das Computergehäuse „drückt“ hat man
sozusagen ein virtuelles Instrument zur Verfügung. Von den
Verbindungen und vom Handling ändert sich also nichts. Die
Klänge eines virtuellen Synthesizer werden vom Prozessor des
Computers berechnet. Bei einem virtuellen Sampler wie z.B. Halion
(Steinberg) oder EXS24mkII (Emagic) werden die Samples im RAM des
Computers verwaltet. In der Software stellt man in der entsprechenden
Midispur ein, in welches Software-Instrument die Midi-Daten geschickt
werden.
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- Was sind Plug-Ins?
Plug-Ins sind Effektgeräte die in ähnlicher Weise
wie virtuelle Instrumente zu betrachten sind. Die Effekte werden
also nicht von einem Gerät außerhalb des Computers
berechnet, sondern vom Prozessor innerhalb des Computers. Der
Prozessor übernimmt somit die Berechnung des Halls, Delays,
Flangers, etc. Moderne Software wie Logic von Emagic, Nuendo
von Steinberg, o.a. bieten komfortable Möglichkeiten diese
Effekte in der Software-Umgebung einzubinden.
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- Welche Vorteile bringen mir DSP-Karten
für den Rechner?
DSP-Karten verfügen über eine immense Rechenpower,
die es ermöglichen Effekte und Instrumente in einer Software
wie z.B. Cubase oder Logic einzubinden. Im Gegensatz zu „nativen“ Plugins
und Instrumenten wird hier keine Leistung vom Computerprozessor
abverlangt. Diese Karten haben DSP-Chips auf einer PCI-Karte
die ausschließlich für die Berechnung der Effekte
und Sounds genutzt werden. Die Firma TC-Electronic bietet neben
der PCI-Variante „TC Powercore“ auch eine Firewire-Lösung
an.
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- Was ist Rewire?
Rewire definiert einen
Standard mit dem es innerhalb eines Computers möglich wird zwischen zwei verschiedenen Software-Applikationen
Audio-und Mididaten auszutauschen. Als geeignetes und gut funktionierendes
Beispiel sei hier die Kombination von Cubase und Reason erwähnt.
In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Wird Cubase
in den Play-Modus versetzt läuft Reason samplegenau im Hintergrund
mit. Alle Sounds und Audiostreams die in Reason erzeugt werden,
stehen dann automatisch im Mischer von Cubase zur Verfügung.
Eine sehr komfortable und professionelle Lösung für
alle die mit mehreren Software-Applikationen gleichzeitig arbeiten
wollen oder müssen.
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- Was muß ich beim Kauf eines Computers
für Musikproduktionen beachten?
Man sollte darauf
achten, daß gute Komponenten im Rechner
verbaut sind. Genügend RAM in guter Qualität ist genau
so wichtig wie einer schneller Prozessor. Auch die Festplatten
sollten schnell genug sein (Umdreh./Minute) um die Daten, die
vom Prozessor angefordert werden auch rechtzeitig bereitstellen
zu können. Bei Discount-Computern taucht oftmals das Problem
auf, daß für Audioanwendungen unzureichende Komponenten
verbaut sind.
Im allgemeinen gilt: Je schneller, desto besser.
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- Was ist der Unterschied zwischen
ASIO- und MME-Treibern?
Bei Kauf eines Audio-Interfaces
sollte man unbedingt darauf achten, daß die Karte mit ASIO-Treibern ausgestattet ist.
ASIO ist eine Kommunikationsschnittstelle zwischen Software(z.B.
Cubase) und Audiohardware (z.B. M-audio Delta Audiophile). D.h.
daß beide Komponenten direkt miteinander kommunizieren
können und nicht wie beim MME-Treiber über das Windows-Betriebssystem.
Das ist auch der Grund warum MME-Treiber im allgemeinen sehr
schlechte Latenzzeiten verursachen. ASIO 2.0 ist die aktuelle
Version des ASIO Standards.
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