- Wie baue ich mein Drumset auf?
Beim Drumset-Aufbau
sollte man auf einen ergonomischen Aufbau achten, was bedeutet,
daß die Sitzposition stets entspannt
ist. Am einfachsten ist es, mit der Bass Drum anzufangen. Sie
sollte in direkter Verlängerung von dem, bei Rechtshändern,
rechten Bein stehen. Der Stuhl sollte so eingestellt sein, daß das
Knie eine Neigung zum Oberschenkel aufweist. Ist die Fußmaschine
montiert, der Sitz eingestellt und die Bass Drum gut spielbar,
ist der zweite Schritt die Snare Drum. Hierbei kommt es darauf
an, ob Traditionell- oder Matchedgripp gespielt wird. Da die
meisten Drummer(innen) Matchedgripp spielen, gehen wir nun von
dieser Technik aus. Hierbei ist darauf zu achten, daß die
Snare mit geringer Neigung und von der Höhe so eingestellt
ist, daß der Unter- zum Oberarm in der sogenannten Ruheposition
einen stumpfen Winkel aufweist. Ist die Snare richtig positioniert,
lassen sich sowohl Rimshots wie auch Sidestick Patterns entspannt
spielen. Kommen wir nun zur Hi-Hat. Die Hi-Hat Maschine sollte
so gestellt werden, daß die Füße ein "V" bilden.
Die eingestellte Höhe der Hi-Hat Cymbals ist eher Geschmacksache.
Viele Drummer haben sie relativ hoch hängen (optisch sehr
schön). Experimentiert einfach ein wenig mit der Höhe.
Ihr könnt bestimmt bald feststellen, daß der komplette
Dynamik- Umfang und die ideale Spielposition eher niedrig anzusetzen
ist. Faustregel: zwischen Hi-Hat Bottom und Snare ca. 10 bis
15 cm Platz lassen. Nun ist erst einmal die Basis geschaffen.
Toms und Cymbals sollten so positioniert sein, daß sie
bequem erreichbar sind. Da mittlerweile so ziemlich jedes Schlagzeug über
Kugelgelenk Tomhalter und Memoryclambs verfügt, ist in sekundenschnelle
jeder Winkel veränderbar. Bei den Cymbals bitte darauf achten,
daß sie nicht zu hoch hängen (Nasenhöhe bei gerader
Sitzposition ist perfekt). Das Ridebecken am besten so aufhängen,
daß sowohl Ride, Bell und Bounce (reinfallenlassen, ancrashen)
Effekte gut ausführbar sind. Wenn nun das ganze Drumkit
aufgebaut ist und alle Winkel eingestellt sind, können (bei
den meisten Drumkits) die eingestellten Positionen über
Fixierungsklemmen (Memoryclambs) fixiert werden. Das erleichtert
den Aufbau beim nächsten Mal immens.
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- Wie stimme ich mein Drumkit?
Bass Drum:
Für unterschiedliche Sounds gibt es verschiedene Felle.
Sie gehen von einlagig über zweilagig, sind mit oder ohne
Dämpfungsring, beschichtet oder transparent. Wir gehen von
einem einlagigen, transparenten Standardfell mit Dämpfungsring
aus, da dieses Fell inzwischen von fast jedem Hersteller als
Basis aufgezogen wird. Das Schlagfell so auf dem Kessel platzieren,
daß der Fellkragen gleichmäßig über dem
Kessel liegt (schwimmende Auflage). Spannreifen auflegen und
die Stimmschrauben gleichmäßig über Kreuz von
Hand andrehen. Mit dem Stimmschlüssel in gleicher Reihenfolge
leicht anziehen (das Fell sollte sich noch gut drücken lassen).
Nun das Fell im Mittelpunkt eindrücken, damit das Fell erst
einmal gedehnt wird (dadurch wird es stimmungsstabiler). Danach
nochmal die Stimmschrauben leicht nachziehen. Es sollte an jeder
Stimmschraube ( wenn man ca. 1 cm vom Rand Richtung Zentrum geht)
beim Antippen der gleiche Ton entstehen. Den selben Vorgang wiederholt
man mit dem Resonanzfell. Falls man keine geschlossene Bass Drum
bevorzugt und vom Hersteller noch kein Luftloch in das Resonanzfell
gestanzt ist, empfiehlt es sich, ein ca. 5" großes
Loch in das Reso zu schneiden. Bevorzugte Position zwecks Mikrofonisierung
ist die 10-Uhr-Position. Mit einem kleinen Dämpfkissen in
der Bass Drum hat man nun einen sehr rockigen, bassigen Sound
geschaffen. Mit beschichteten Fellen und/oder höherer Stimmung
kann der Sound variiert werden. z.Bsp. ein einlagiges, beschichtetes
Fell bei mittlerer bis hoher Stimmung (auf Ton gestimmt) mit
leichter Dämpfung wäre ein schöner Jazz Sound.
Snare Drum:
Das Aufziehen der Felle geschieht in gleicher Reihenfolge wie
bei der Bass Drum. Generell ist die Snare der höchste
Stimmton des Drumsets. Wenn wir nun von einer konventionellen
Stimmung ausgehen würde das bedeuten: Schlagfell gleichmäßig
auflegen, Spannreifen auflegen, Schrauben über Kreuz von
Hand anziehen. Spannschrauben mit Drumkey (ca. 1 bis 2 Umdrehungen)
nachziehen, Fell überdehnen, nachstimmen. Auch hier sollte
an jeder Stimmschraube der gleiche Ton anliegen. Beim Resonanzfell
(bei der Snare ist das sehr dünn) ist darauf zu achten,
daß es mit äußerster Sorgfalt behandelt wird,
da es sonst leicht ausreissen kann. Es kann je nach Soundwunsch
von sehr weich bis sehr hart gestimmt werden. Eine gute Snareteppichansprache
erreicht man, indem man die Spannschrauben, die direkt am Teppich
anliegen, etwas lockerer lässt. Beim Aufziehen des Teppichs
ist darauf zu achten, daß er mittig aufliegt, gleichmäßig über
die Schnüre gespannt wird und sich über die an der
Snareabhebung befindliche Rändelschraube gut regulieren
lässt. Die Snareteppich Ansprache kann somit über
diese Schraube eingestellt werden. Eine gute Ansprache bekommt
man, wenn der Teppich nicht zu stark gespannt ist. (Test: mit
dem Stick ca. 1 cm vom Fellrand das Schlagfell anspielen. Der
Snareteppich sollte direkt und ohne Nebengeräusche ansprechen).
Toms:
Bei den Toms wiederholt sich der schon beschriebene Vorgang von
der Bass Drum. Mit dem Resofell bestimmt man den Ausklang und
den Bauch des Tones. Das Schlagfell übernimmt die gewünschte
Tonhöhe (Faustregel: Schlag- sowie Resonanzfell in der
gleichen Tonhöhe stimmen. Mehr Bauch: Reso tiefer stimmen;
kürzerer Ausklang: Reso höher stimmen). Da die Qualität
der Trommeln mittlerweile generell gut ist, können Toms
in schönen Intervallen (z.Bsp. Hi Tom zu Mid Tom in Terz,
Lo Tom die entsprechende Quarte) gestimmt werden. Generell
gilt: Übung macht den Meister. Es lohnt sich auf jeden
Fall, sich ein wenig mit Stimmung und Fellen zu Beschäftigen,
da der individuelle Sound den jeweiligen Drummer/in mit zu
seinem Stil prägt. Das klingt vielleicht jetzt erst mal
alles ein klein wenig schwierig, aber es ist halb so wild,
wie man sich es vorstellt.
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- Wie komme ich zu meinem Sound?
Für den jeweiligen Sound ist natürlich der Schritt "Wie
stimme ich mein Drumkit" sehr von Bedeutung. Da der Sound
allerdings sehr von der Fellwahl abhängt, haben wir Euch
hier eine kleine Fellkombinationsliste zusammengestellt. Wir
haben hierbei die gängigsten Felltypen berücksichtigt.
Die richtigen Felle
für den passenden Sound:
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- Welche Drumsticks sind die richtigen?
Eine Frage die sich
so nicht wirklich beantworten lässt.
Im Prinzip unterscheidet man Stöcke in verschieden Holzmaterialien,
Nylon oder Holztip und in verschiedenen Stärken. Ab einem
Alter von sechs bis sieben empfehlen wir die Stärke 7A bis
maximal 5a. Für unsere jüngeren Kunden gibt es auch
spezielle Junior Drumsticks z.Bsp. von den Herstellern Pro Mark
und Vater. Das Stockprogramm an sich ist allerdings so vielfältig,
daß man um das Ausprobieren von verschiedenen Modellen
so gut wie nicht herumkommt. Die wohl am meist gespielte Holzart
ist Hickory Holz. Nylon Tips geben auf Cymbals mehr Ping als
Holztips. Mit einem kleinen runden Tip lassen sich mehr Töne
aus einem Cymbal entlocken. Ein großer Tip macht einen
bassigeren Sound, ausserdem ist er im Normalfall kopflastiger,
was viele Drummer vorziehen. Desweiteren gibt es natürlich
ein fast unerschöpfliches Programm an EFX Sticks und Besen.
Ein Schlagzeuger, der gerne mit verschiedenen Sounds arbeitet,
kann mit verschiedenen Sticks, Besen, Rods (gebündelte Bambusstäbe),
Kunstoffbesen usw. die Klangvielfalt seines Drumkits enorm erweitern.
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- Was sind die richtigen Cymbals?
Cymbals sind der Sound
des Drummers. Noch deutlicher als bei einem Drumset prägen die Becken den Sound des Drummers. Eine Philosophie
für sich. Für unsere Drumeinsteiger bieten wir vorgepackte
Cymbalsets an. Es gibt sie in verschiedenen Preisklassen von 79,00
EUR bis ca. 600,00 EUR. Generell sind wir bemüht, auch schon
in den unteren Preisklassen eine vernünftige Qualität
zu bieten. Zu beachten wäre: a) die Cymbals sind vom Material
hart genug um auch länger Spaß daran zu haben. b) Erweiterungsmöglichkeiten.
c) Sound. Bei den ganz günstigen Becken handelt es sich um
maschinell hergestellte Messing Becken. z.Bsp. Magna Cymbals, Paiste
302. Einen ausgewogeneren und vielfältigeren Klang bekommt
man mit Bronze Becken z.Bsp. Meinl MCS, Zildjian ZBT, Paiste 502,
Sabian B8. So ein 3-teiliges (Hi-Hat, Crash, Ride) Bronze Cymbalset
liegt bei ca. 200,00 bis 300,00 EUR. Da das Beckenprogramm sehr
vielfältig ist und Cymbals für uns einen sehr hohen Stellenwert
haben, führen wir In unserem Cymbal Test Room ständig
ca. 1000 Becken, die unseren Kunden zum Test bereitstehen. Gerne
stehen wir nicht nur als Verkäufer, sondern auch als Musiker
mit Rat zur Verfügung und nehmen uns gerne die Zeit für
eine individuelle Beratung zur Set-Ergänzung oder Zusammenstellung.
Mit Cymbals der Hersteller Anatolian, Magna, Meinl, Paiste, Ufip,
Sabian und Zildjian bieten wie das angesagteste Programm an Cymbals,
die dem Weltmarkt entsprechen. Von Einsteiger- über Mittelklasse
bis hin zu High-End Produkten ist alles vertreten. Um den hohen
Qualitätsstandard zu halten, suchen wir uns unsere Becken
selbst aus, um unseren Kunden beste Qualität weiterzugeben.
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- Wie kann ich mein Drumset erweitern?
Drumsets werden
als Standardkonfiguration in verschiedenen Kombinationen
angeboten. Die häufigste Variante ist eine
Bass Drum mit 20 oder 22 Zoll, drei Toms in 10", 12",
14" und einer Snare in 14"x5,5" (Fusionkit).
Bei älteren Drumsets war eine 22" Bass Drum, Toms
in 12" und 13" sowie ein Standtom in 16" mit
einer Snare in 14"x6,5" Standard. Selbst bei unserem
Einsteiger Drumkit besteht ein Einzelkesselservice. So ein
Fusion Set kann im Bedarfsfall mit einer zweiten Bass Drum,
einem 8", 13", 16" Tom, 14" oder 16 Standtom
erweitert werden. Eine solche Erweiterung ist in der Regel
bei jedem Hersteller möglich. Da nicht jeder Drummer/in
so eine Mega-Schießbude bevorzugt, aber denoch sein Set
erweitern möchte, listen wir eine kleine Auswahl an montierbaren
Erweiterungen auf.
Percussiv:
Percussion Blocks wie z.Bsp. Jam Blocks, Blastblocks, Woodblocks,
Tamburines, Windchimes, Cowbells, A-Gogo-Bells, Noise Instruments,
Cabasen.... selbstverständlich gibt es für solche
Erweiterungen auch die passenden Befestigungen.
Cymbals:
Ein Standard Cymbalset umfaßt 1x Hi-Hat, 1x Crash, 1x
Ride. Bevorzugte Größen: 14" Hi-Hat, 16" Crash,
20" Ride. Darüber hinaus kann das Cymbalsetup mit
Splash-, Bell-, Crash-, China-, Swishcymbals in verschiedenen
Größen, Serien, Stärken erweitert werden.
Elektronik:
In immer mehr Musikrichtungen werden elektronische mit
akustischen Elementen vermischt. Ein Natur Drumset
mit Elektronik zu
erweitern, kann sehr interessant sein. Stell Dir vor, Du
spielst einen
Groove und wirst von einem Backbeat begleitet, oder es
wird ein E-Pad angespielt und es ertönen Ethno-, Asiatische-,
oder Afrikanische Klänge. Es gibt z.Bsp. vom Hersteller
Roland interessante Oktapads in verschiedenen Preisklassen.
Das aktuellste Modell heißt SPDS Pad. Es hat 11 Schlagflächen,
einen eingebauten Sampler+Sequenzer und liegt ca. bei
600,00 EUR.
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- Wie lebt mein Equipment länger?
Drums:
Lackpflege: Es gibt diverse Sprays für Lackpflege, regelmäßiges
abstauben bringt schon mal viel.
Metallteile: Hierfür gibt es Chrompolitur, Spannschrauben
sollten ab und an mal gefettet werden.
Kunststoff Unterlag Scheiben für die Spannschrauben bringen
mehr Stimmstabilität.
Felle:
bei mittlerer Stimmung besteht die höchste Lebensdauer.
Sticks mit größeren Köpfen erhöhen die
Lebensdauer.
Eine gute Stockhaltung tut sein übriges.
Transport:
Der Transport sollte in Cases oder Taschen erfolgen.
Hardware:
Pedale:
Kugellager
und Ketten regelmäßig ölen.
Stative:
Bei Cymbalstands regelmäßig Beckenfilze,
Gewindeschoner und Becken Unterlagscheiben prüfen. Die 90%
Ursache für Beckenrisse.
Pflege:
Chrompolitur, mit geöltem Tuch abreiben.
Cymbals:
Lagerung: in Case oder Bag. Bitte immer liegend und
nicht stehend. Beim tragen und abstellen darauf
achten, daß die Cymbals
keine Stöße abbekommen. Korrektes anspielen der Becken.
Cymbals sollten mit "sliceing" (über das Cymbal
ziehen und nicht direkt in das Becken spielen)gespielt werden.
Es erhöht die Lebensdauer um ein vielfaches.
Pflege: Cymbalcleaner (bei grobem Schmutz). Neue
Becken feucht
abwischen und nachtrocknen.
Elektronik:
Hierbei sollte auf Staub geachtet werden. Fader und Potis sind
empfindlich.
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- Was ist nützliches Zubehör?
- Der Drummer
Notarzt Koffer:
Inhalt: Feder für Fußmaschine, Öl, Ersatzbeater,
Stimmschlüssel, Beckenfilze, Gewindeschoner, Staubtuch,
Ersatz Teppich und Schnurr für die Snare, Stimmschrauben,
Beckenständer Schrauben, Ersatzfelle, Kleines Werkzeug Set
(Schraubendreher /Kreuz und Schlitz, Kombizange, passende Gabelschlüssel,
Gaffer Klebeband)
- Drumteppich, gegen verrutschen des Drumkits
- Kunstoffunterlagscheiben
- Gehörschutz
- Metronom
- Practise Pad
- Stocktasche und Stöcke
- Dämpferpads
- Silent Pads zum auflegen auf die Felle zum lautlosen üben.
- Drumbags, Cymbalbag
- Drumkey Ratsche für schnellen Fellwechsel
- Memoryclambs
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- Muss ich zu einem Metronom spielen?
Da der Drummer/in
das Herz einer jeden Band ist sollte er versuchen seine
Mitmusikanten so gut als möglich
zu führen. Das üben mit dem Metronom sollte für
jeden selbstverständlich sein. Das genaue Teilen der
Notenwerte mit oder ohne Akzent und das wechseln zwischen
verschiedenen Notenwerten kann mit dem Metronom sehr gut
geübt werden. Ein einfaches Beispiel hierfür ist
das spielen der Rhythmus Pyramide in verschiedenen Tempos.
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