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PA Info-Seiten

  - Wozu dienen DI-Boxen?
  - Worin liegt der Unterschied zwischen Dynamischen- und Kondensatormikrofonen?
  - Welche Lautsprechergehäuse-Typen gibt es und worin liegen ihre Vor-   bzw.
Nachteile?
  - Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Trennung bei PA-   Systemen?
  - Worin liegt der Unterschied zwischen symmetrischer und unsymmetrischer   Leitungsführung?
  - Welche PA-Anlagengröße bzw. Ausführung brauche ich für welchen   Einsatzbereich?
  - Was ist ein Bühnenmonitor?
  - Welche positiven Eigenschaften hat ein Powermischer im Gegensatz zu   Mischpulten ohne Verstärkung?
  - Welche Funkübertragungsanlagen für den Bereich der Live Beschallung gibt es?
  - Welches Mikrofon kann ich für welchen Einsatzbereich benutzen?

 

 


  1. Wozu dienen DI-Boxen?
  2. DI-Boxen werden benutzt, um unsymmetrische Signale z.b. von elektrischen Bässen oder Keyboards in symmetrische Signale umzuwandeln. Dies ist nötig, um evtl. längere Wegstrecken ohne Brummen oder Störgeräusche zu überbrücken.

    Ausführung: passiv oder aktiv?

    Die einfachste und kostengünstigste Variante ist die passive DI-Box. Bei ihr muss man weder Batterien ersetzen, noch die Stromversorgung berücksichtigen. Ausstattung und Bauteileauswahl sind hier oft, vor allem bei preisgünstigeren Produkten, nicht die beste Wahl.

    Aktive DI-Boxen arbeiten zusätzlich mit Transistor- bzw. Operationsverstärkern, die Pegelverluste der Übertrager ausgleichen und zum Betreiben langer Wegstrecken zusätzliche Vorverstärkung realisieren. Dies verhindert am Mischpult hohe Aussteuerung und erzeugt somit weniger Grundrauschen.

    Mittlerweile gibt es auch preisgünstigere aktive Versionen, die sehr gute Klangeigenschaften besitzen und bei denen es auch an Ausstattung nicht mangelt.

    Hier ist zu beachten, dass aktive DI-Boxen Stromversorgung benötigen. Entweder in Form eines 9V Blocks oder durch Phantomspeisung des Mischpultes.

    Ausstattung von DI-Boxen

    Es gibt hier Ein- oder Zweifachversionen in Trittfesten roadtauglichen Metallgehäusen, die auch den einen oder anderen Tritt verkraften können. Hier besteht der Vorteil, sie nah an der Signalquelle zu platzieren, um lange Kabellängen zu vermeiden. Weiterhin sind 19" Einbaugeräte erhältlich, die bis zu acht DI-Boxen in einem Gehäuse vereinen. Was die Bedienungselemente angeht, gehören Klinkeneingang und symmetrischer XLR-Ausgang, ein Link-Input, Pad- und ein Ground-Lift-Schalter zur Grundausstattung.

    Abb.1 BSS AR-133

     


  3. Worin liegt der Unterschied zwischen Dynamischen- und Kondensatormikrofonen?
  4. Dynamisch Mikrofone

    Dynamische Mikrofone arbeiten nach dem elektrischen Induktionsprinzip.

    In den meisten Fällen werden hier Tauchspulenausführungen verwendet.

    Die Kapsel eines solchen Mikrofons besitzt eine freischwingend aufgehängte Membran mit einer daran befestigten Induktionsspule. Auftreffende Schallwellen versetzen Membran und Spule in Schwingungen und erzeugen somit eine Wechselspannung. Das durch das Induktionsprinzip gewonnene elektro-akustische Signal ist praktisch ein Abbild der Tonquelle.

    Dieses niederohmige, symmetrische Signal kann somit auch lange Wegstrecken ohne Klangverluste überwinden. Tauchspulenmikrofone sind demnach passive Signalquellen, die ohne zusätzliche Stromversorgung auskommen und daher sehr einfach in der Handhabung sind. Weitere Vorteile sind hier der Preisvorteil und die mechanische Robustheit.

    Abb.2 Dynamische Mikrofonkapsel

    Kondensator Mikrofone

    Kondensatormikrofone arbeiten nach dem elektrostatischen Prinzip. Die Membran ist Teil eines Plattenkondensators bzw. einer der beiden Kondensatorplatten. Auftreffende Schallwellen bewirken eine Veränderung des Plattenabstandes, was zu Kapazitätsänderungen führt. Nachgeschaltete Elektronik wandelt diese Signale in Signalspannung um. Bei Kondensatormikrofonen benötigen Kapsel und Elektronik immer Fremdspannung, die durch eine interne Batterie (9V-Block) oder Phantomspeisung über die Audioleitung realisiert wird.

    Kondensatormikrofone liefern eine höhere Soundqualität und sind somit auch teurer in der Anschaffung als Dynamische Mikrofone. Mittlerweile sind sie nicht mehr so empfindlich gegen äußere Einwirkungen wie in vergangen Tagen.

    Abb.3 Kondensator Mikrofonkapsel

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  5. Welche Lautsprechergehäuse-Typen gibt es und worin liegen ihre Vor- bzw. Nachteile?
  6. Einen Lautsprecher ohne Gehäuse zu betreiben, macht wenig Sinn, denn es werden hier nur hohe und mittlere Frequenzen zu hören sein. Verantwortlich dafür ist der "akustische Kurzschluss". Um diesen zu vermeiden, muss ein Lautsprecher unbedingt in ein Lautsprechergehäuse eingebaut werden.

    Abb.4 Diverse Gehäuseformen

    Geschlossene Gehäuse

    Die geschlossene Box ist die einfachste Bauweise, findet aber im PA-Bereich höchstens als Hochtonaufsatz Verwendung, da sie im Bassbereich zu wenig Schalldruck realisiert. Das Gehäuse ist luftdicht verschlossen und somit entsteht hinter dem Lautsprecher ein Luftpolster, dass diesen dämpft bzw. bremst. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass der rückseitig abgestrahlte Schall nicht ausgenutzt wird und somit der schlechte Wirkungsgrad erklärt wird.

    Bassreflex Gehäuse

    Bei der Bassreflexbox ist eine Art Druckausgleichsöffnung im Gehäuse integriert. Das hat den Vorteil, dass der Lautsprecher nicht mehr gegen ein Luftpolster ankämpfen muss und der rückseitig abgestrahlte Schall kann durch die Druckausgleichsöffnung nach außen dringen, was den Wirkungsgrad einer solchen Box natürlich verbessert.

    Anwendungen finden Sie hier in kompakten 12/2er- oder 15/3er- Mehrwegboxen, bei direkt strahlenden Subwoofern oder Bühnenmonitoren.

    Abb.5 Bassreflexgehäuse mit direktabstrahlendem 18" Basslautsprecher

    Exponentialboxen

    Bei diesem Gehäusetyp (Front-Loaded-Box) sitzt der Lautsprecher in einem geschlossen Gehäuse und strahlt den Schall über ein kurzes Horn nach vorne ab.

    Das Ziel ist hierbei das Erreichen höherer Reichweiten bei höherem Schalldruck. Dieses Gehäuse eignet sich besonders für mittlere bis hohe Frequenzen, da es sich hier wiederum um ein geschlossenes Gehäuse handelt und es im Bassbereich hohe Verluste geben würde.

    Im Bassbereich kommt die häufigst verwendete Folded-Horn-Box zum Einsatz. Das Horn fällt hier länger aus, was eine bessere Ankopplung des Tieftöners an das Medium Luft mit entsprechend optimalen Schalldruckwerten ermöglicht. Hier ist optimale Reichweite mit hohem Schalldruck garantiert.

    Eine Kreuzung zwischen Bassreflex- und Exponentialbox stellt die Rear-Loaded-Box dar. Der Lautsprecher strahlt seinen Direktschall nach vorne ab, wobei der rückwärtige Schall über einen Trichter umgelenkt und phasenrichtig dazu addiert wird.

    Abb.6 Diverse Gehäuse in Hornausführung (Rear-and Frontloaded)

    Koaxial-Boxen

    Das Prinzip des Koaxial-Lautsprechers ist, Mitten- und Hochtöner zu einer näherungsweise idealen, punktförmigen Schallquelle zusammenzufassen. Grundlage hierfür liefert die Front-Loaded-Box, in der der Mittenlautsprecher am Hornende sitzt und der Hochtöner mit eigenem Horn zentral davor platziert ist.

     

     

    Abb.7 Koaxialhorn von HK Audio Projektor

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  7. Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Trennung bei PA- Systemen?
  8. Bei passiver Trennung gelangt das komplette Audiosignal von einer Endstufe auf die Lautsprecherbox. In ihr ist eine interne Frequenzweiche eingebaut, die die einzelnen Frequenzen auf Bass-, Mittel- und Hochtöner verteilt. Wird z.B. eine kleine PA in Form von zwei 15" Bassteilen und zwei 12/3er Boxen verkabelt, gelangt das Signal von der Endstufe in das Bassteil, in dem die tiefen Frequenzen abgegriffen werden und von dort aus der Hochtonanteil an das Topteil weitergeleitet wird. Vorteil dieser Trennung ist die einfache Verkabelung und Bedienbarkeit.

    Bei aktiver Trennung wird das Audiosignal auf mehrere Endstufen verteilt, die jeweils einen bestimmten Frequenzgang verstärken. Das Audiosignal gelangt vom Mischpult in die aktive Frequenzweiche, bei der in der Regel zwischen zwei und vier Wege getrennt werden können. Die Frequenzübergänge sowie die Pegel sind hier frei einstellbar, was einen großen Vorteil der aktiven Trennung ausmacht. Ein weiterer Vorteil liegt in den geringeren Übernahmeverzerrungen und den dem Ausschluß von Leistungsverlusten, wie sie bei Passivweichen praktisch unumgänglich sind.

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  9. Worin liegt der Unterschied zwischen symmetrischer und unsymmetrischer Leitungsführung?

Unsymmetrische Kabelverbindungen

Bei unsymmetrischer Leitungsführung werden einadrige Audiokabel, bestehend aus einem inneren Leiter und einem umhüllenden Drahtgeflecht, verwendet. Die Stecker benötigen nur zwei Kontakte (Phase und Schirm).

Die Phase, auch gerne "heiß" oder "Hot" genannt, überträgt das Audiosignal von der Quelle zum Verbraucher. Der Schirm dient als Abschirmung und Signalrückführung.

 

Abb.8 Schematischer Aufbau einer unsymmetrischen Audioleitung

 

Verwendung:

Unsymmetrische Ausgänge

Unsymmetrische Eingänge

Elektrische Gitarren und Bässe

Keyboards, Verstärker Line-Outs

Lautsprecheranschlüsse

Aux-Send-Wege (meistens)

Direct-Outs (meistens)

Instrumentenverstärker

Mischpult Line-Ins (meistens)

D.I.-Boxen

Effektpedale

 

Da unsymmetrische Kabelverbindungen sehr empfindlich auf elektromagnetische Felder sind, sollten diese immer möglichst kurz ausgeführt sein, um Einstreuungen und Brummschleifen zu vermeiden. Vorteil der unsymmetrischen Leitungsführung liegt in der Einfachheit des Aufbaus und der Kostenersparnis.

Symmetrische Kabelverbindungen

Bei Symmetrischer Leitungsführung werden zweiadrige Kabel plus Schirm verwendet. Die Signalübertragung verläuft ausschließlich über die beiden inneren Leiter ("Hot" und "Cold") wobei die Ummantelung nur als Abschirmung dient. Als Stecker kommen hier XLR oder Stereo-Klinkenstecker zum Einsatz.

Abb.9 Schematischer Aufbau einer symmetrischen Audioleitung

 

Verwendung:

 

Symmetrische Ausgänge

Symmetrische Eingänge

DI-Boxen

Bühnenmikrofone

Mischpult L/R Summen Outs

Mischpult-Subgruppen

Mischpult-Matrix

Mischpult-Monitorwege

Aux-Wege

Mischpult XLR Inputs

Mischpult Line-Ins

Mischpult-Returns

Mikrofon-Vorverstärker

Effektgeräte

 

Symmetrische Leitungen sind sehr sicher gegen elektromagnetische Einstreuungen und Brummschleifen, auch bei längeren Wegstrecken. Der einzige Nachteil liegt hier bei den höheren Kosten.

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  1. Welche PA-Anlagengröße bzw. Ausführung brauche ich für welchen Einsatzbereich?
  2. Im allgemeinen ist diese Frage sehr schwer zu beantworten, da sich hier Theorie und Praxis trennen. Hier kommt es wirklich darauf an, welches Instrument, wie laut, vor welcher Publikumsmenge und in welcher Räumlichkeit übertragen werden soll.

    Folgend einige Faustformeln.

    10/2er, 12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar

    · Abnahme eines Chors.

    · Alleinunterhalter oder Bands mit akustischen Gitarren und Gesang in Clubs oder im Freien.

    10/2er, 12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar mit zusätzlichem 15" oder 18" Bassteil

    · Oben genannte mit zusätzlicher Abnahme von Bassinstrumenten.

    · Tanzbands in Clubs, im Freien, Sälen

    12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar mit zwei bis vier zusätzlichen 15" oder 18" Bassteilen (Direktabstrahlend)

    · Rockbands, Tanzbands, Coverbands in größeren Clubs, Sporthallen, kleinere Festzelte

    12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar mit vier zusätzlichen 15" oder 18" Bassteilen (Horngeladen)

    · alle oben genannten Gruppen in großen Hallen, Festzelten (hoher Schalldruck)

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  3. Was ist ein Bühnenmonitor?
  4. Bühnenmonitore dienen Musikern als direkte Abhöranlage auf einer Bühne, denn Bläser, Sänger oder Keyboarder haben oftmals keine eigenen Verstärker auf der Bühne. Im Optimalfall steht jedem Bandmitglied sein eigener Monitor zur Verfügung, auf dem er sich einen eigenen Mix zusammenstellen lassen kann, sprich unabhängig vom Saalmix. Als Standard benutzt man heute Monitore mit einem 12" Tieftöner und einem passiven getrennten 1" Hochtonhorn, das aber im Gegensatz zu Frontboxen oft quadratisch abstrahlt, um eine bessere akustische Ausleuchtung im Nahbereich zu ermöglichen. Sollen Signale vom Bass oder einer Bassdrum übertragen werden, benötigt man Monitore mit 15" Tieftöner, die aber schon wesentlich größer ausfallen. Schlagzeuger haben auf größeren, lauten Bühnen ein eigenes Drumfill neben sich, dass aus einem 18" Bassteil und einem Topteil besteht. Neben der passiven Variante haben in den letzten Jahren aktive Monitore immer mehr an Bedeutung gewonnen, da bei ihnen Lautsprecher und Verstärker in einem Gehäuse vereint sind, was Kosten und Transportaufwand spart.

    Abb.10 Monitore

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  5. Welche positiven Eigenschaften hat ein Powermischer im Gegensatz zu Mischpulten ohne Verstärkung?
  6. Moderne Powermischer vereinen zum Teil Mischpult, Verstärker und Effekte

    in einem kompakten Gerät. Zur Ausstattung gehören je nach Gerät 6 bis 22 Mikrofonkanäle, 2 bis 6 Stereo-Line Kanäle, 2 bis 4 Band EQ, 1 bis 3 Aux-Wege,

    1 bis 2 von einander unabhängige Effektgeräte, Feedbackkiller, und diverse Routingmöglichkeiten. Die Verstärkerausgangsleistung liegt zwischen 200 Watt und 700 Watt. Durch diese Features eignet sich ein solches Gerät hervorragend für Alleinunterhalter, Musikvereine oder Tanzbands. Ein großer Vorteil besteht darin, dass hier auf zusätzliche Amp- oder Effektracks verzichtet werden kann und somit Kosten und Transportaufwand minimal ausfallen.

    Abb.11 Dynacord Powermate 1000

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  7. Welche Funkübertragungsanlagen für den Bereich der Live Beschallung gibt es?

Es gibt im Groben zwei Arten von Übertragungsanlagen.

  1. Die Übertragung von Tonquelle zum Mischpult.
  2. Darunter versteht man die akustische Abnahme von Tonquellen via Mikrofon. Ein solches Set besteht aus Mikrofon, Sender und Empfänger.

    Hier sind folgende Ausführungen üblich: Handsendermikrofon, in dem der Sender integriert ist, oder Aufstecksender, der auf fast alle handelsüblichen dynamischen Mikrofone aufgesteckt werden kann. Headsetmikrofone und Lavaliermikrofone sind in Ausführungen mit Taschensendern erhältlich.

  3. Die Übertragung von Mischpult zu Musiker (Monitoranwendung)

Für die Anwendung des In-Ear-Monitoring geht es hier genau andersherum.

Vom Sender aus wird ein Signal zum Taschenempfänger geschickt, das über ein Kabel zum Ohrhörer gelangt. Somit hat jener Musiker bei jeder Bühnenposition einen guten Monitorsound. Die Anzahl der unterschiedlichen Mischungen, die für die einzelnen Musiker sowohl für das In-Ear-Monitoring als auch für das konventionelle Monitoring mit Bühnenmonitoren erstellt werden können, hängt natürlich zunächst einmal von der Anzahl der getrennten Ausspielwege (AUX) des verwendeten Mischpultes ab.

Allgemeines:

Bei qualitativ hochwertigen Funkanlagen können die Frequenzen in einem bestimmten Frequenzbereich frei gewählt werden. Dies bietet den Vorteil, dass man bei Störungen auf eine andere Sendefrequenz ausweichen kann. Außerdem senden diese Anlagen in Vergleich zu den meist günstigeren "Festfrequenz"-Anlagen i.d.R. in einem kleineren "Frequenzfenster", d.h. sie besitzen eine bessere Nebenfrequenzdämpfung, was die Anzahl der simultan betreibbaren Kanäle bzw. Sendeanlagen innerhalb des jeweils zur Verfügung stehenden Frequenzbereichs (länder- und produktspezifisch) erhöht.

Ein weiterer Unterschied findet man bei der Empfängereinheit, die als Non-Diversity und True-Diversity erhältlich ist.

True-Diversity Anlagen haben zwei Antennen mit zwei Empfangsteilen. Ein Comparator (Vergleicherschaltung) misst den Empfang an beiden Antennen und wählt für den Betrieb das stärkere Empfangssignal an der entsprechenden Antenne aus. Dies geschieht unhörbar und führt zu einer deutlich höheren Betriebsicherheit i. Vgl. zu Non-Diversity-Anlagen. Es kommt somit auch zu weniger Aussetzern und Übertragungsausfällen (Drop-Outs).

Wichtig: Funkanlagen müssen gebührenpflichtig angemeldet werden uns es wird

eine Gebühr für die Nutzung erhoben. Ausnahmen sind Anlagen mit Freifrequenzen oder die Nutzung bzw. Sondergenehmigungen u.a. für den Festinstallationsbetrieb (nicht generell!)

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10. Welches Mikrofon kann ich für welchen Einsatzbereich benutzen?

Es gibt Mikrofone, die sich rein bauartspezifisch oder einfach im Laufe der Zeit für bestimmte Bereiche etabliert haben. Man unterscheidet zwischen den Bereichen Vokalmikrofone, Chor-, Instrumental- oder Percussion-Mikrofone.

Bei der Flut von auf den Markt befindlichen Mikrofonen ist es unmöglich, eine Art Referenzliste herauszugeben. Des weiteren gibt es einen ewig andauernden Disput unter den Anwendern, wie z.B. professionellen Tontechnikern, die sich so ganz und gar nicht darüber einig sind, welches Mikro für welchen Einsatzbereich das ultimative ist.

Dennoch sollen hier einige wohlgemerkt subjektive Empfehlungen eines erfahrenen Live-Tontechnikers wiedergegeben werden:

Zur Vermeidung von Übersprechen sollte da, wo die Schallquelle direkt abgenommen

werden kann, ein dynamisches Mikrofon verwendet werden, das sich aufgrund seiner geringeren Empfindlichkeit auch gegenüber Rückkopplungen und an Hand seines (zumeist erwünscht "gebogenen") Frequenzganges auch für die Abnahme der Schallquelle eignet (Frequenzspektum der Schallquelle).

Ist extreme Linearität und / oder natürliche Wiedergabe erwünscht und / oder ist z.B. der Abstand der Schallquellen auf der Bühne zueinander relativ hoch, kann der Einsatz eines Kondensatormikrofones in Erwägung gezogen werden.

Oft wird auch z.B. für die Abnahme von Instrumental- oder Chorgruppen mitunter aus ökonomischen Gründen (Anzahl der abzunehmenden Schallquellen sehr hoch) zu Kondensatormikrofonen gegriffen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist hierbei, daß der "Nahbesprechungseffekt" (Proximity) bei Kondensatormikrofonen nicht so ausgeprägt ist, d.h. es werden zum einen keine allzu starken lautstärkemäßigen Uberhöhungen von "nahen" zu etwas weiter entfernten Schallquellen produziert und zum anderen ist das Klangergebnis bei Abnahme von weiter entfernten Schallquellen besser (nicht so dünn und mittig).

Ausnahmen bestätigen hierbei ganz klar die Regel !

Details zu den Unterschieden von dynamischen und Kondensatormikrofonen entnehmen Sie bitte unserem Online-Berater MIKROFONE.

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