- Wozu dienen DI-Boxen?
DI-Boxen
werden benutzt, um unsymmetrische Signale z.b. von elektrischen
Bässen oder Keyboards in symmetrische Signale
umzuwandeln. Dies ist nötig, um evtl. längere Wegstrecken
ohne Brummen oder Störgeräusche zu überbrücken.
Ausführung:
passiv oder aktiv?
Die einfachste
und kostengünstigste Variante ist die passive
DI-Box. Bei ihr muss man weder Batterien ersetzen, noch die Stromversorgung
berücksichtigen. Ausstattung und Bauteileauswahl sind hier
oft, vor allem bei preisgünstigeren Produkten, nicht die
beste Wahl.
Aktive DI-Boxen
arbeiten zusätzlich mit Transistor- bzw.
Operationsverstärkern, die Pegelverluste der Übertrager
ausgleichen und zum Betreiben langer Wegstrecken zusätzliche
Vorverstärkung realisieren. Dies verhindert am Mischpult
hohe Aussteuerung und erzeugt somit weniger Grundrauschen.
Mittlerweile
gibt es auch preisgünstigere aktive Versionen,
die sehr gute Klangeigenschaften besitzen und bei denen es auch
an Ausstattung nicht mangelt.
Hier ist
zu beachten, dass aktive DI-Boxen Stromversorgung benötigen.
Entweder in Form eines 9V Blocks oder durch Phantomspeisung des
Mischpultes.
Ausstattung von DI-Boxen
Es gibt hier
Ein- oder Zweifachversionen in Trittfesten roadtauglichen Metallgehäusen, die auch den einen oder anderen Tritt verkraften
können. Hier besteht der Vorteil, sie nah an der Signalquelle
zu platzieren, um lange Kabellängen zu vermeiden. Weiterhin
sind 19" Einbaugeräte erhältlich, die bis zu acht
DI-Boxen in einem Gehäuse vereinen. Was die Bedienungselemente
angeht, gehören Klinkeneingang und symmetrischer XLR-Ausgang,
ein Link-Input, Pad- und ein Ground-Lift-Schalter zur Grundausstattung.

Abb.1 BSS AR-133
- Worin liegt der Unterschied zwischen
Dynamischen- und Kondensatormikrofonen?
Dynamisch Mikrofone
Dynamische Mikrofone arbeiten nach dem elektrischen Induktionsprinzip.
In den meisten
Fällen werden hier Tauchspulenausführungen
verwendet.
Die Kapsel
eines solchen Mikrofons besitzt eine freischwingend aufgehängte
Membran mit einer daran befestigten Induktionsspule. Auftreffende
Schallwellen
versetzen Membran und Spule in Schwingungen
und erzeugen somit eine Wechselspannung. Das durch das Induktionsprinzip
gewonnene elektro-akustische Signal ist praktisch ein Abbild
der Tonquelle.
Dieses niederohmige,
symmetrische Signal kann somit auch lange Wegstrecken ohne
Klangverluste überwinden. Tauchspulenmikrofone
sind demnach passive Signalquellen, die ohne zusätzliche
Stromversorgung auskommen und daher sehr einfach in der Handhabung
sind. Weitere Vorteile sind hier der Preisvorteil und die mechanische
Robustheit.

Abb.2 Dynamische Mikrofonkapsel
Kondensator Mikrofone
Kondensatormikrofone
arbeiten nach dem elektrostatischen Prinzip. Die Membran ist
Teil eines Plattenkondensators bzw. einer der
beiden Kondensatorplatten. Auftreffende Schallwellen bewirken
eine Veränderung des Plattenabstandes, was zu Kapazitätsänderungen
führt. Nachgeschaltete Elektronik wandelt diese Signale
in Signalspannung um. Bei Kondensatormikrofonen benötigen
Kapsel und Elektronik immer Fremdspannung, die durch eine interne
Batterie (9V-Block) oder Phantomspeisung über die Audioleitung
realisiert wird.
Kondensatormikrofone
liefern eine höhere Soundqualität
und sind somit auch teurer in der Anschaffung als Dynamische
Mikrofone. Mittlerweile sind sie nicht mehr so empfindlich gegen äußere
Einwirkungen wie in vergangen Tagen.

Abb.3 Kondensator Mikrofonkapsel
-Top-
- Welche
Lautsprechergehäuse-Typen
gibt es und worin liegen ihre Vor- bzw. Nachteile?
Einen Lautsprecher
ohne Gehäuse zu betreiben, macht wenig
Sinn, denn es werden hier nur hohe und mittlere Frequenzen zu
hören sein. Verantwortlich dafür ist der "akustische
Kurzschluss". Um diesen zu vermeiden, muss ein Lautsprecher
unbedingt in ein Lautsprechergehäuse eingebaut werden.

Abb.4
Diverse Gehäuseformen
Geschlossene
Gehäuse
Die geschlossene
Box ist die einfachste Bauweise, findet aber im PA-Bereich
höchstens als Hochtonaufsatz Verwendung, da
sie im Bassbereich zu wenig Schalldruck realisiert. Das Gehäuse
ist luftdicht verschlossen und somit entsteht hinter dem Lautsprecher
ein Luftpolster, dass diesen dämpft bzw. bremst. Ein weiterer
Nachteil besteht darin, dass der rückseitig abgestrahlte
Schall nicht ausgenutzt wird und somit der schlechte Wirkungsgrad
erklärt wird.
Bassreflex
Gehäuse
Bei der Bassreflexbox
ist eine Art Druckausgleichsöffnung
im Gehäuse integriert. Das hat den Vorteil, dass der Lautsprecher
nicht mehr gegen ein Luftpolster ankämpfen muss und der
rückseitig abgestrahlte Schall kann durch die Druckausgleichsöffnung
nach außen dringen, was den Wirkungsgrad einer solchen
Box natürlich verbessert.
Anwendungen
finden Sie hier in kompakten 12/2er- oder 15/3er- Mehrwegboxen,
bei
direkt strahlenden Subwoofern oder Bühnenmonitoren.

Abb.5
Bassreflexgehäuse mit direktabstrahlendem 18" Basslautsprecher
Exponentialboxen
Bei diesem
Gehäusetyp (Front-Loaded-Box) sitzt der Lautsprecher
in einem geschlossen Gehäuse und strahlt den Schall über
ein kurzes Horn nach vorne ab.
Das Ziel
ist hierbei das Erreichen höherer Reichweiten
bei höherem Schalldruck. Dieses Gehäuse eignet sich
besonders für mittlere bis hohe Frequenzen, da es sich hier
wiederum um ein geschlossenes Gehäuse handelt und es im
Bassbereich hohe Verluste geben würde.
Im Bassbereich
kommt die häufigst verwendete Folded-Horn-Box
zum Einsatz. Das Horn fällt hier länger aus, was eine
bessere Ankopplung des Tieftöners an das Medium Luft mit
entsprechend optimalen Schalldruckwerten ermöglicht. Hier
ist optimale Reichweite mit hohem Schalldruck garantiert.
Eine Kreuzung
zwischen Bassreflex- und Exponentialbox stellt die Rear-Loaded-Box
dar.
Der Lautsprecher strahlt seinen Direktschall
nach vorne ab, wobei der rückwärtige Schall über
einen Trichter umgelenkt und phasenrichtig dazu addiert wird.
Abb.6
Diverse Gehäuse in Hornausführung
(Rear-and Frontloaded)
Koaxial-Boxen
Das Prinzip
des Koaxial-Lautsprechers ist, Mitten- und Hochtöner
zu einer näherungsweise idealen, punktförmigen Schallquelle
zusammenzufassen. Grundlage hierfür liefert die Front-Loaded-Box,
in der der Mittenlautsprecher am Hornende sitzt und der Hochtöner
mit eigenem Horn zentral davor platziert ist.

Abb.7 Koaxialhorn von HK Audio Projektor
-Top-
- Was ist der Unterschied zwischen aktiver und passiver Trennung
bei PA- Systemen?
Bei passiver
Trennung gelangt das komplette Audiosignal von einer Endstufe
auf die
Lautsprecherbox. In ihr ist eine interne
Frequenzweiche eingebaut, die die einzelnen Frequenzen auf Bass-,
Mittel- und Hochtöner verteilt. Wird z.B. eine kleine PA
in Form von zwei 15" Bassteilen und zwei 12/3er Boxen verkabelt,
gelangt das Signal von der Endstufe in das Bassteil, in dem die
tiefen Frequenzen abgegriffen werden und von dort aus der Hochtonanteil
an das Topteil weitergeleitet wird. Vorteil dieser Trennung ist
die einfache Verkabelung und Bedienbarkeit.
Bei aktiver
Trennung wird das Audiosignal auf mehrere Endstufen verteilt,
die jeweils
einen bestimmten Frequenzgang verstärken.
Das Audiosignal gelangt vom Mischpult in die aktive Frequenzweiche,
bei der in der Regel zwischen zwei und vier Wege getrennt werden
können. Die Frequenzübergänge sowie die Pegel
sind hier frei einstellbar, was einen großen Vorteil der
aktiven Trennung ausmacht. Ein weiterer Vorteil liegt in den
geringeren Übernahmeverzerrungen und den dem Ausschluß von
Leistungsverlusten, wie sie bei Passivweichen praktisch unumgänglich
sind.
-Top-
- Worin liegt der Unterschied zwischen
symmetrischer und unsymmetrischer Leitungsführung?
- Welche
PA-Anlagengröße bzw. Ausführung brauche
ich für welchen Einsatzbereich?
Im allgemeinen
ist diese Frage sehr schwer zu beantworten, da sich hier Theorie
und Praxis trennen. Hier kommt es wirklich
darauf an, welches Instrument, wie laut, vor welcher Publikumsmenge
und in welcher Räumlichkeit übertragen werden soll.
Folgend einige Faustformeln.
|
10/2er, 12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar |
· Abnahme
eines Chors.
· Alleinunterhalter
oder Bands mit akustischen Gitarren und Gesang in Clubs
oder
im Freien. |
|
10/2er,
12/2er oder 15/2er Lautsprecherpaar mit zusätzlichem
15" oder 18" Bassteil |
· Oben
genannte mit zusätzlicher
Abnahme von Bassinstrumenten.
· Tanzbands
in Clubs, im Freien, Sälen |
|
12/2er
oder 15/2er Lautsprecherpaar mit zwei bis vier zusätzlichen 15" oder 18" Bassteilen
(Direktabstrahlend) |
· Rockbands,
Tanzbands, Coverbands in größeren Clubs, Sporthallen,
kleinere Festzelte |
|
12/2er
oder 15/2er Lautsprecherpaar mit vier zusätzlichen
15" oder 18" Bassteilen (Horngeladen) |
· alle
oben genannten Gruppen in großen Hallen, Festzelten
(hoher Schalldruck) |
-Top-
- Was ist ein Bühnenmonitor?
Bühnenmonitore dienen Musikern als direkte Abhöranlage
auf einer Bühne, denn Bläser, Sänger oder Keyboarder
haben oftmals keine eigenen Verstärker auf der Bühne.
Im Optimalfall steht jedem Bandmitglied sein eigener Monitor
zur Verfügung, auf dem er sich einen eigenen Mix zusammenstellen
lassen kann, sprich unabhängig vom Saalmix. Als Standard
benutzt man heute Monitore mit einem 12" Tieftöner
und einem passiven getrennten 1" Hochtonhorn, das aber im
Gegensatz zu Frontboxen oft quadratisch abstrahlt, um eine bessere
akustische Ausleuchtung im Nahbereich zu ermöglichen. Sollen
Signale vom Bass oder einer Bassdrum übertragen werden,
benötigt man Monitore mit 15" Tieftöner, die aber
schon wesentlich größer ausfallen. Schlagzeuger haben
auf größeren, lauten Bühnen ein eigenes Drumfill
neben sich, dass aus einem 18" Bassteil und einem Topteil
besteht. Neben der passiven Variante haben in den letzten Jahren
aktive Monitore immer mehr an Bedeutung gewonnen, da bei ihnen
Lautsprecher und Verstärker in einem Gehäuse vereint
sind, was Kosten und Transportaufwand spart.
Abb.10 Monitore
-Top-
- Welche positiven Eigenschaften hat
ein Powermischer im Gegensatz zu Mischpulten ohne Verstärkung?
Moderne Powermischer
vereinen zum Teil Mischpult, Verstärker
und Effekte
in einem
kompakten Gerät. Zur Ausstattung gehören
je nach Gerät 6 bis 22 Mikrofonkanäle, 2 bis 6 Stereo-Line
Kanäle, 2 bis 4 Band EQ, 1 bis 3 Aux-Wege,
1 bis 2 von
einander unabhängige Effektgeräte, Feedbackkiller,
und diverse Routingmöglichkeiten. Die Verstärkerausgangsleistung
liegt zwischen 200 Watt und 700 Watt. Durch diese Features eignet
sich ein solches Gerät hervorragend für Alleinunterhalter,
Musikvereine oder Tanzbands. Ein großer Vorteil besteht
darin, dass hier auf zusätzliche Amp- oder Effektracks verzichtet
werden kann und somit Kosten und Transportaufwand minimal ausfallen.

Abb.11 Dynacord Powermate 1000
-Top-
- Welche Funkübertragungsanlagen
für den Bereich der Live Beschallung gibt es?